Aktuelles
Online-Studie zur digitalen Unterstützung bei Essstörungen
Kann eine App Jugendliche mit Essstörungen unterstützen, wenn sie aktuell keinen Psychotherapieplatz haben? Dieser Frage geht die eatappie-Studie am Uniklinikum Tübingen nach.
Teilnehmen können Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren mit Anorexia nervosa oder Bulimia nervosa, die derzeit keine Psychotherapie erhalten. Voraussetzung ist die Einwilligung der Sorgeberechtigten.
Was die Teilnahme beinhaltet:
- kurzer Online-Fragebogen (ca. 25 Minuten)
- zufällige Zuteilung: sofortiger App-Zugang oder nach 12 Wochen
- anschließende zweite Befragung
Die Teilnahme ist freiwillig. Die Datenerhebung erfolgt digital und pseudonymisiert.
Weitere Informationen und Anmeldung
Via Annie – Zwischen Halt geben und Loslassen lernen - Freie Plätze ab sofort
Essstörungen sind selten nur ein Thema rund ums Essen. Sie sind Ausdruck innerer Spannungen, von Kontrolle, Unsicherheit und oft auch von Erfahrungen, die schwer in Worte zu fassen sind. Genau hier setzt die Wohngruppe Via Annie aus Herne an.
Via Annie ist ein Angebot für erwachsene Menschen mit Essstörungen, die im Alltag mehr brauchen als punktuelle Unterstützung: nämlich Struktur, Verlässlichkeit und einen Ort, an dem Entwicklung wieder möglich wird.
Mit insgesamt 15 Plätzen, verteilt auf Wohngemeinschaften und Trainingswohnungen, werden unterschiedliche Bedarfe und Übergänge begleitet. Von enger Alltagsstruktur bis hin zu mehr Eigenverantwortung entstehen Entwicklungsräume, die sich am jeweiligen Stand der Menschen orientieren.
Das multiprofessionelle Team aus pädagogischen und ökotrophologischen Fachkräften arbeitet eng verzahnt mit Kliniken und Fachärzten zusammen. Deshalb geht es dort nicht nur um Stabilisierung, sondern auch um Perspektive: Ausbildung, Studium, Selbstständigkeit und ein Leben, das wieder mehr ist als die Erkrankung. Zur ganzen Beschreibung geht es hier.
Aktuell stehen freie Plätze zur Verfügung. Aufnahmen können zeitnah erfolgen. Anfragen sind jederzeit möglich, Informationen zum Aufnahmeverfahren stellen wir gerne zur Verfügung.
Kontakt für Anfragen
Silke Eßer Erziehungsleitung Telefon: 0152 24479565 E-Mail: sesser@ev-khh.de
Kontakt für Informationen
Esther Enke Gruppenleitung Telefon: 0176 10986847 E-Mail: eenke@ev-khh.de
Der neue Newsletter ist da
Der Sommer steht in den Startlöchern und das Jahr schreitet mit großen Schritten voran. In unserem nächsten Newsletter der Landeskoordinierungsstelle Essstörungen NRW freuen wir uns Ihnen wieder aktuelle Themen, Neuigkeiten zu Veranstaltungen und zur Forschung sowie wertvolle Einblicke präsentieren zu können.
Unser Ziel ist es, Ihnen eine Plattform für Austausch, Information und Inspiration zu bieten.
Das Team wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen und steht Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung! Wenn Sie selbst etwas im nächsten Newsletter berichten möchten, schreiben Sie uns einfach.
Viel Spaß beim Lesen.
Fachforum Essstörungen NRW 2026
Das Fachforum Essstörungen NRW mit dem Thema „Essstörungen im Wandel: Neue Krankheitsbilder, neue Herausforderungen, neue Chancen“ findet am 30.09. 26 statt. Der Tag ist gefüllt mit spannenden Vorträgen, inspirierendem Austausch und interessanten Impulsen.
Die Anmeldung hierfür ist nun hier möglich.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und auf einen inspirierenden Tag!
Landesweites, digitales Netzwerktreffen Essstörungen NRW
Am 15.07.2026 findet das nächste landesweite, digitale Netzwerktreffen Essstörungen NRW statt. das Treffen findet von 10:00 bis 12:00 Uhr statt und ist initiiert und geleitet von der Landeskoordinierungsstelle Essstörungen.
Hierzu sind alle Mitglieder*innen der Vernetzungsinitiativen sowie Interessierte eingeladen.
Zur besseren Koordinierung bitten wir vorab um Anmeldung. Die Teilnahme ist kostenlos.
Teilnahme an der FIAT-Studie ist möglich
Die FIAT-Studie beinhaltet Familien-basierte Therapie für Kinder und Jugendliche mit Anorexia nervosa – der Therapieform, die im englischsprachigen Raum viel untersucht wurde.
Insofern ist es wichtig, auch im deutschsprachigen Raum eine wissenschaftliche Studie durchzuführen, in der die kurzfristige, aber auch längerfristige Wirksamkeit geprüft wird.
Genauere Informationen zu der Studie finden Sie im Flyer.
Videos von Waage e.V. (Hamburg)
Zwei Videos von Waage e.V. Hamburg sind nun kostenfrei auf YouTube zur Verfügung.
Die Videos mit dem Titel : “Ich hab's geschafft”- Ein Film über Essstörungen und “Aus dem Rahmen fallen” finden Sie unter folgenden Links:
“Ich hab's geschafft”: https://www.youtube.com/watch?v=Z0001cKINaE
“Aus dem Rahmen fallen”: https://www.youtube.com/watch?v=9TA9y9Yqtts
Restbestand Themenheft "Essstörungen bei Jungen und Männern"
Die Landesfachstelle Essstörungen NRW hat im Februar 2019 das Themenheft Essstörungen bei Jungen und Männern herausgegeben.
Es steht weiter als Download zur Verfügung.
Es steht noch ein Restbestand an gedruckten Exemplaren zur Verfügung bei Interesse kann dies per Mail bestellt werden
Neue Informationsvideos zum Thema Muskeldysmorphie
Muskeldysmorphie, ist eine Form der Körperbildstörung. Betroffene nehmen ihren Körper als zu schwach oder zu wenig muskulös wahr – selbst dann, wenn objektiv eine ausgeprägte Muskulatur vorhanden ist. Häufig geht dies mit übermäßigem Training, strengen Ernährungsplänen und einem hohen Leidensdruck einher. Diese Erkrankung ist häufig bei Männern zu finden, mittlerweile leiden hierunter aber auch immer mehr Frauen.
Typische Anzeichen sind zwanghafte Trainingsroutinen, soziale Rückzüge, ständige Körperkontrollen sowie der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln oder leistungssteigernden Substanzen.
Die Werkstatt Lebenshunger e.V. hat gemeinsam mit Arne Bredemeyer und Hr. Prof. Dr. Paslakis Informationsvideos sowie ein neues Modul im Präventionsprojekt Klang meines Körpers zu diesem Thema verfasst.
Die Videos sind auf Youtube unter folgenden Links zu finden:
https://www.youtube.com/watch?v=D2uvu3jvvUw (Video mit Prof. Dr. Paslakis)
https://www.youtube.com/watch?v=034LPrXVrQw (Video mit Arne Bredemeyer)
Weitere Informationen zum Thema Jungen und Männer und Essstörungen finden Sie hier.
Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu stationären behandelten Menschen betroffen von einer Essstörung
Laut dem aktuellen Bericht des Statistischen Bundesamtes vom August 2025 ist die Zahl der stationären Krankenhausbehandlungen wegen Essstörungen bei jungen Mädchen und Frauen in Deutschland deutlich angestiegen. So hat sich die Zahl der Behandlungen bei Mädchen im Alter von 10 bis 17 Jahren in den letzten 20 Jahren verdoppelt – von 3.000 Fällen im Jahr 2003 auf 6.000 im Jahr 2023.
Insgesamt wurden im Jahr 2023 etwa 12.100 stationäre Behandlungen aufgrund von Essstörungen verzeichnet. Dies ist im 20-Jahres-Vergleich ähnlich, jedoch mehr als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019.
Fast die Hälfte aller stationär behandelten Personen mit Essstörungen war 2023 im Alter von 10 bis 17 Jahren, während ihr Anteil im Jahr 2003 noch bei rund 23 % lag. Mehr als die Hälfte der Behandelten war 2023 unter 18 Jahre alt. Die durchschnittliche Behandlungsdauer bei Essstörungen lag mit über 53 Tagen deutlich höher als die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus generell. Leider starben im Jahr 2023 insgesamt 78 Menschen in Deutschland an den Folgen von Essstörungen. Diese Zahlen verdeutlichen den anhaltenden Handlungsbedarf im Bereich der Prävention und Versorgung von Essstörungen, insbesondere bei jungen Frauen. zum ganzen Artikel geht es hier.
Unsere neuen Flyer sind da!
Ab sofort stehen die druckfrischen Flyer der Landeskoordinierungsstelle Essstörungen NRW zur Verfügung. Sie geben einen kompakten Überblick über unsere Aufgaben, Ziele und Angebote – ideal zum Auslegen, Weitergeben oder für Ihre Informationsmaterialien. Wenn Sie Exemplare bestellen möchten, melden Sie sich gerne bei uns.
Zahlen der KKH: Starker Anstieg bei Essstörungen besonders 12- bis 17-jährige Mädchen sind betroffen
Im Mai 2025 veröffentlichte die KKH aktuelle Zahlen zu der Krankheitshäufigkeit von Essstörungen. Der Datenbestand der KKH zeigt eine Zunahme von Essstörungen bei 12- bis 17-jährigen Mädchen zwischen 2019 und 2023. Die Krankenkasse verzeichnet einen Anstieg von 101 auf 150 Fälle pro 10.000 Versicherte, was einer Steigerung von fast 50 % entspricht. Im Vergleich wurde bei den gleichaltrigen männlichen Jugendlichen blieb die Zahl nahezu konstant (plus ca. vier Prozent). Im Jahr 2023 wurden in Deutschland insgesamt rund 460.000 Menschen mit Essstörungen diagnostiziert, wobei der Anteil der weiblichen Betroffenen unter den 12- bis 17-Jährigen bei 7,5 % lag. Den ganzen Bericht finden Sie hier.
Stationäre Behandlungsplätze finden
Menschen mit Anorexia Nervosa, die in einem bedrohlichen körperlichen Zustand sind, brauchen schnelle und bedarfsgerechte Hilfe. Die Behandlung sollte in Einrichtungen erfolgen, die über störungsspezifisches Fachwissen und Erfahrung in der Behandlung der Anorexia Nervosa verfügen. Gleichzeitig muss bei medizinischem Überwachungs- oder Behandlungsbedarf eine intensive medizinische Versorgung sichergestellt werden.
Für Einweisende kann es schwierig sein, entsprechende Behandlungsplätze für Menschen mit Anorexia Nervosa und extremem Untergewicht zu finden.Deshalb haben wir im Rahmen der Umsetzung des "Handlungskonzeptes Essstörungen Nordrhein-Westfalen" Kontaktdaten von Kliniken und Abteilungen zusammengetragen, welche dieses spezielle Behandlungsangebot in Nordrhein-Westfalen vorhalten. Ärztinnen und Ärzte finden die nötigen Informationen bei der Patientenberatung der Ärztekammer Nordrhein und der Patientenberatung der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe sowie bei der Landeskoordinierungsstelle Essstörungen NRW.
Liste ist momentan in Überarbeitung.
Handlungskonzept Essstörungen
Impulse für die Weiterentwicklung von Prävention und Hilfen in Nordrhein-Westfalen.
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW) hat spezifische Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der Prävention und der Hilfen bei Essstörungen veröffentlicht. Es steht als Download zur Verfügung.