Aktuelles
Der neue Newsletter ist da
Der August steht oft für eine kurze Verschnaufpause – und gleichzeitig für den Start in die zweite Jahreshälfte mit neuen Projekten, Teams und Zielgruppen. Dies haben wir zum Anlass genommen unserem Newsletter ein neues Gewand zu geben. Unser Ziel bleibt es jedoch, Sie mit wenigen, aber praxisnahen Informationen zu entlasten und im Alltag zu unterstützen. In dieser Ausgabe blicken wir daher auf derzeit relevante Themen, aktuelle Veranstaltungen, neue Impulse sowie Entwicklungen zum Thema Essstörungen und zum Fachkräftenetzwerk in NRW. Sie erhalten kompakte Infos aus Forschung und Praxis, kurze Hinweise zu aktuellen Leitlinien und konkrete Tools für Ihre Arbeit mit Betroffenen und Angehörenden.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und Nutzen und einen guten Start in die zweite Jahreshälfte.
Viel Spaß beim Lesen.
Ihre Team der Landeskoordinierungsstelle Essstörungen NRW
Neue Rubrik auf unserer Internetseite
Ab sofort gibt es auf unserer Internetseite eine neue Rubrik: “Digital Snack”.
In dieser Rubrik finden Sie ein kurzes Video zum Thema ARFID. Unser Ziel ist es dort nun stetig neue kurze Videos zu unterschiedlichen Themen zur Verfügung zu stellen.
Sie haben eine Idee oder einen Wunsch für ein weiteres Video? Dann schreiben Sie und eine Mail.
Wir wünschen viel Spaß beim ansehen und freuen uns über Feedback.
Online-Studie zur digitalen Unterstützung bei Essstörungen
Kann eine App Jugendliche mit Essstörungen unterstützen, wenn sie aktuell keinen Psychotherapieplatz haben? Dieser Frage geht die eatappie-Studie am Uniklinikum Tübingen nach.
Teilnehmen können Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren mit Anorexia nervosa oder Bulimia nervosa, die derzeit keine Psychotherapie erhalten. Voraussetzung ist die Einwilligung der Sorgeberechtigten.
Was die Teilnahme beinhaltet:
- kurzer Online-Fragebogen (ca. 25 Minuten)
- zufällige Zuteilung: sofortiger App-Zugang oder nach 12 Wochen
- anschließende zweite Befragung
Die Teilnahme ist freiwillig. Die Datenerhebung erfolgt digital und pseudonymisiert.
Weitere Informationen und Anmeldung
Via Annie – Zwischen Halt geben und Loslassen lernen - Freie Plätze ab sofort
Essstörungen sind selten nur ein Thema rund ums Essen. Sie sind Ausdruck innerer Spannungen, von Kontrolle, Unsicherheit und oft auch von Erfahrungen, die schwer in Worte zu fassen sind. Genau hier setzt die Wohngruppe Via Annie aus Herne an.
Via Annie ist ein Angebot für erwachsene Menschen mit Essstörungen, die im Alltag mehr brauchen als punktuelle Unterstützung: nämlich Struktur, Verlässlichkeit und einen Ort, an dem Entwicklung wieder möglich wird.
Mit insgesamt 15 Plätzen, verteilt auf Wohngemeinschaften und Trainingswohnungen, werden unterschiedliche Bedarfe und Übergänge begleitet. Von enger Alltagsstruktur bis hin zu mehr Eigenverantwortung entstehen Entwicklungsräume, die sich am jeweiligen Stand der Menschen orientieren.
Das multiprofessionelle Team aus pädagogischen und ökotrophologischen Fachkräften arbeitet eng verzahnt mit Kliniken und Fachärzten zusammen. Deshalb geht es dort nicht nur um Stabilisierung, sondern auch um Perspektive: Ausbildung, Studium, Selbstständigkeit und ein Leben, das wieder mehr ist als die Erkrankung. Zur ganzen Beschreibung geht es hier.
Aktuell stehen freie Plätze zur Verfügung. Aufnahmen können zeitnah erfolgen. Anfragen sind jederzeit möglich, Informationen zum Aufnahmeverfahren stellen wir gerne zur Verfügung.
Kontakt für Anfragen
Silke Eßer Erziehungsleitung Telefon: 0152 24479565 E-Mail: sesser@ev-khh.de
Kontakt für Informationen
Esther Enke Gruppenleitung Telefon: 0176 10986847 E-Mail: eenke@ev-khh.de
Teilnahme an der FIAT-Studie ist möglich
Die FIAT-Studie beinhaltet Familien-basierte Therapie für Kinder und Jugendliche mit Anorexia nervosa – der Therapieform, die im englischsprachigen Raum viel untersucht wurde.
Insofern ist es wichtig, auch im deutschsprachigen Raum eine wissenschaftliche Studie durchzuführen, in der die kurzfristige, aber auch längerfristige Wirksamkeit geprüft wird.
Genauere Informationen zu der Studie finden Sie im Flyer.
Videos von Waage e.V. (Hamburg)
Zwei Videos von Waage e.V. Hamburg sind nun kostenfrei auf YouTube zur Verfügung.
Die Videos mit dem Titel : “Ich hab's geschafft”- Ein Film über Essstörungen und “Aus dem Rahmen fallen” finden Sie unter folgenden Links:
“Ich hab's geschafft”: https://www.youtube.com/watch?v=Z0001cKINaE
“Aus dem Rahmen fallen”: https://www.youtube.com/watch?v=9TA9y9Yqtts
Restbestand Themenheft "Essstörungen bei Jungen und Männern"
Die Landesfachstelle Essstörungen NRW hat im Februar 2019 das Themenheft Essstörungen bei Jungen und Männern herausgegeben.
Es steht weiter als Download zur Verfügung.
Es steht noch ein Restbestand an gedruckten Exemplaren zur Verfügung bei Interesse kann dies per Mail bestellt werden
Neue Informationsvideos zum Thema Muskeldysmorphie
Muskeldysmorphie, ist eine Form der Körperbildstörung. Betroffene nehmen ihren Körper als zu schwach oder zu wenig muskulös wahr – selbst dann, wenn objektiv eine ausgeprägte Muskulatur vorhanden ist. Häufig geht dies mit übermäßigem Training, strengen Ernährungsplänen und einem hohen Leidensdruck einher. Diese Erkrankung ist häufig bei Männern zu finden, mittlerweile leiden hierunter aber auch immer mehr Frauen.
Typische Anzeichen sind zwanghafte Trainingsroutinen, soziale Rückzüge, ständige Körperkontrollen sowie der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln oder leistungssteigernden Substanzen.
Die Werkstatt Lebenshunger e.V. hat gemeinsam mit Arne Bredemeyer und Hr. Prof. Dr. Paslakis Informationsvideos sowie ein neues Modul im Präventionsprojekt Klang meines Körpers zu diesem Thema verfasst.
Die Videos sind auf Youtube unter folgenden Links zu finden:
https://www.youtube.com/watch?v=D2uvu3jvvUw (Video mit Prof. Dr. Paslakis)
https://www.youtube.com/watch?v=034LPrXVrQw (Video mit Arne Bredemeyer)
Weitere Informationen zum Thema Jungen und Männer und Essstörungen finden Sie hier.
Zahlen der KKH: Starker Anstieg bei Essstörungen besonders 12- bis 17-jährige Mädchen sind betroffen
Im Mai 2025 veröffentlichte die KKH aktuelle Zahlen zu der Krankheitshäufigkeit von Essstörungen. Der Datenbestand der KKH zeigt eine Zunahme von Essstörungen bei 12- bis 17-jährigen Mädchen zwischen 2019 und 2023. Die Krankenkasse verzeichnet einen Anstieg von 101 auf 150 Fälle pro 10.000 Versicherte, was einer Steigerung von fast 50 % entspricht. Im Vergleich wurde bei den gleichaltrigen männlichen Jugendlichen blieb die Zahl nahezu konstant (plus ca. vier Prozent). Im Jahr 2023 wurden in Deutschland insgesamt rund 460.000 Menschen mit Essstörungen diagnostiziert, wobei der Anteil der weiblichen Betroffenen unter den 12- bis 17-Jährigen bei 7,5 % lag. Den ganzen Bericht finden Sie hier.
Handlungskonzept Essstörungen
Impulse für die Weiterentwicklung von Prävention und Hilfen in Nordrhein-Westfalen.
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW) hat spezifische Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der Prävention und der Hilfen bei Essstörungen veröffentlicht. Es steht als Download zur Verfügung.